Sony Xperia sola: Design-Smartphone im Test
Tariftipp.de hat das Sony Xperia sola getestet. Das Android-Smartphone mit 3,7-Zoll-Display soll vor allem aufgrund seines eleganten Designs Käufer finden.
Das 299 Euro (UVP) teure Sony Xperia sola weiß aber auch durch technische Innovationen zu glänzen. Das Design-Smartphone nutzt die sogenannte „Floating Touch“-Technologie.
Dabei wird aus dem über dem Display schwebenden Finger der Mauszeiger für die Bedienung. Sobald der gewünschte Link auf dem Display des Sony Xperia sola gefunden ist, reicht zum Öffnen ein kurzes Tippen.
Das 3,7-Zoll-Display hat eine Auflösung von 480 x 854 Pixeln. Das Sony Xperia sola arbeitet mit der Bildverbesserungs-Technologie „Mobile Bravia Engine“, so dass Bilder und Videos gleich in optimaler Qualität dargestellt werden.
Das Sony Xperia sola ist darüber hinaus wie die ebenfalls neu vorgestellten Smartphone Sony Xperia P, U und S mit NFC ausgestattet. Diese Technologie ermöglicht in der Zukunft z.B. das bargeldlose Bezahlen, indem man das Smartphone einfach an einen NFC-Kontakt-Chip, den sogenannten Tag, hält.
Im Lieferumfang des Sony Xperia sola finden sich gleich zwei Tags, mit denen sich Einstellungen und Apps in Sekunden starten lassen. Durch die vorprogrammierbaren Profile passt sich das Android-Smartphone der jeweiligen Situation an, wenn es z.B. im Schlafzimmer nach dem Kontakt mit dem Tag automatisch den Wecker einschaltet
und in den Lautlosmodus verfällt.
Die Kamera des Sony Xperia sola bietet eine maximale Auflösung von fünf Megapixeln und soll innerhalb von 1,5 Sekunden aus dem Stand-by heraus das erste Foto schießen. Videos dreht das Design-Smartphone bei Bedarf in HD-Qualität (720p).
Zum Start liefert Sony das Sony Xperia sola mit dem Betriebssystem Android in der Version 2.3 („Gingerbread“) aus. Zu einem späteren Zeitpunkt will der japanische Hersteller dann ein Update auf Android 4.0 („Ice Cream Sandwich“) zur Verfügung stellen.
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Telefonfunktionen und Bedienung
Das Sony Xperia sola bietet fünf Homescreens, die nach Herzenslust belegt werden können.
Auch die untere Menü-Leiste, die ständig eingeblendet wird, kann bei dem Android-Smartphone flexibel gestaltet werden. Darüber hinaus verfügt das Sony Xperia sola über die „Timescape“-Funktion, die auf einen Blick alle Kommunikationsverläufe des Android-Smartphones zeigt.
Über den Direktzugriff auf die App-Plattform Google Play können weitere Anwendungen auf das Sony Xperia sola heruntergeladen werden. Mittlerweile sind auf dieser Plattform, die die Nachfolge des Android Market angetreten hat, schon rund 600.000 Apps zu finden.
Selbst wenn das Sony Xperia sola nur mit einer virtuellen QWERTZ-Tastatur ausgestattet ist, sind E-Mails und SMS im Handumdrehen verfasst. Mit etwas Übung gelingt das auch im Hochformat, aber am besten schreibt man, wenn man den 3,7 Zoll großen Bildschirm des Sony Xperia sola quer hält.
Auch Konversationen in sozialen Netzwerken gehen so einfach von der Hand. Praktischerweise ist auf dem Sony Xperia sola ein Widget für das soziale Netzwerk Facebook ab Werk vorinstalliert.
Auch als Telefon kann das Sony Xperia sola überzeugen. Im D2-Netz von Vodafone reißt der Empfang mit dem Android-Smartphone auch in modernen Stahl-Beton-Bauten mit bedampften Fenstern nie ab. Die Sprachqualität des Sony Xperia sola in beide Richtungen ist ebenso stabil wie die UMTS-Verbindung des Android-Smartphones.
Anders als das Sony-Flaggschiff Sony Xperia S wird das Sony Xperia sola nicht mit einer Micro-SIM-Karte, sondern mit einer herkömmlichen SIM-Karte betrieben. Wer also seine gewohnte SIM-Karte weiterbenutzen möchte, muss diese nicht austauschen lassen.
Eine Besonderheit ist, dass das Sony Xperia sola über die NFC-Technologie verfügt. Per drahtlosem Kontakt mit einem NFC-Tag soll man so künftig bargeldlos mit dem Smartphone bezahlen können. Bis es so weit ist, liefert Sony erst mal zwei sogenannte „Smart Tags“ mit, die nach Gusto auf bestimmte Nutzerprofile eingestellt werden können. Das funktioniert in der Praxis ganz einfach.
Hält man das Sony Xperia sola an den NFC-Tag, der für die Nutzung im Auto voreingestellt ist, stellt es sich automatisch auf das Autofahrerprofil um, d.h. Bluetooth, GPS und Navigation werden aktiviert und Anrufe direkt entgegengenommen. Hält man das Sony Xperia sola an den fürs Schlafzimmer vorkonfigurierten NFC-Tag schalten sich Wecker und Lautlosmodus an.
Internet und Navigation
Das Surfen im Internet macht mit dem Sony Xperia sola großen Spaß.
Der Bildschirm mit einer Diagonale von 3,7 Zoll kann 16 Millionen Farben darstellen, so dass Bilder im Internet scharf und detailgetreu zu sehen sind. Außerdem bietet das Display des Sony Xperia sola eine für die Mittelklasse ungewohnt starke Leuchtkraft.
Texte sind beim Sony Xperia sola zwar auch in kleiner Schrift gut zu lesen, aber die Vergrößerung mit virtueller Lupe hilft. Viele Portale à la „Spiegel Online“ bieten aber auch Mobilversionen, die das Sony Xperia sola dank geringerer Datenmenge schneller laden kann und deren Schrift größer ist.
Das Facebook-Widget des Sony Xperia sola bedient sich einfach und intuitiv. Auch das Chatten ist mit Hilfe der sehr guten Worterkennung durchaus zu leisten. Für den Upload von Bildern und Videos via Facebook erweist sich die WLAN-Schnittstelle des Sony Xperia sola als hilfreich.
Dank HSDPA ist das Sony Xperia sola wieselflink im Internet unterwegs. Im D2-Netz waren, wenn HSDPA am Teststandort Hamburg anlag, bis zu 2,8 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Download drin. Auch die automatische Umstellung von Hoch- auf Querformat funktioniert beim Sony Xperia sola ohne große Verzögerung.
Der Browser des Sony Xperia sola ist das bekannte Webkit von Google, d.h. einfach zu bedienen, aber ohne große Sonderfunktionen. Wer möchte, kann sich jedoch z.B. mit Opera Mini oder Firefox alternative Browser aus Google Play auf sein Sony Xperia sola herunterladen.
Dank integriertem GPS-Empfänger kann das Sony Xperia sola auch navigieren. Im Fußgängermodus vollkommen ausreichend entpuppt sich Google Maps Navigation, eine kostenlose Erweiterung des vorinstallierten Google-Maps-Kartenprogramms, für die man aus Google Play auch eine sprachgeführte Navigation herunterladen kann.
Im Kfz-Betrieb offenbarte Google Maps Navigation leider ein paar kleinere Mängel wie z.B. falsche Straßenbenennungen oder umständliche Routenführung. Vor allem in Ballungsräumen leistete sich die Software leichte Fehler. Auf der Autobahn war das Sony Xperia sola dagegen in der Regel gut zu gebrauchen.
Wer eine ausgefeiltere Navi-App sucht, wird ebenfalls bei Google Play fündig. So bietet z.B. Navigon derzeit die Europa-Version seiner Software MobileNavigator für rund 60 Euro an. Die Software Wisepilot, deren Testversion auf dem Sony Xperia sola vorinstalliert ist, konnte hingegen nicht überzeugen, weil sie überlang brauchte, um die Position des Nutzers zu ermitteln.
Fotografieren mit fünf Megapixeln
Die Kamera des Sony Xperia sola schießt Fotos mit maximal fünf Megapixeln Auflösung. Damit liefert das Android-Smartphone Klassenübliches.
Mit einer Reaktionszeit von nur 1,5 Sekunden ist die Kamera des Sony Xperia sola allerdings ausgesprochen schnell. Bei Dunkelheit wird die Kamera des Android-Smartphones von einem starken LED-Blitzlicht unterstützt.
Zudem kann das Sony Xperia sola Aufnahmen sofort via Facebook oder Twitter posten oder per Bluetooth an andere Smartphones versenden. Außerdem sind beim Sony Xperia sola einige fototypische Einstellungen wie z.B. Sepia- und Schwarz-Weiß-Effekt sowie Nah-, Sport- und Nachtaufnahme möglich.
Da das Sony Xperia sola über diese umfangreiche Ausstattung verfügt, sind Tagaufnahmen kein Problem:
Bei Innenaufnahmen kommt ebenso der gut funktionierende Autofokus des Sony Xperia sola zum Tragen:
Bei Nachtaufnahmen macht sich positiv bemerkbar, dass das Sony Xperia sola über einen starken LED-Blitz verfügt. So sind Fotos in dunklen Räumen kein Problem:
Darüber hinaus kann das Sony Xperia sola Videos in HD-Qualität (720p) drehen. Wie unser Testvideo zeigt, ist die Qualität für ein Mittelklasse-Smartphone völlig ausreichend. Eine Wackler und Unschärfen sind dennoch auszumachen:
MP3-Player und Akkulaufzeit
Der Akku ist nicht gerade der Schwachpunkt des Sony Xperia sola, liefert aber auch nur klassenübliche Leistung.
Nutzt man die UMTS-Funktion des Android-Smartphones gnadenlos aus, ist nach drei Stunden Sprechzeit Schluss. Surft man mit dem Sony Xperia sola mobil im Internet, ist nach ebenfalls drei Stunden das Ende der Fahnenstange erreicht. Der MP3-Player des Android-Smartphones kann circa 20 Stunden am Stück laufen.
Ein ordentliches Zeugnis muss man dem MP3-Player des Sony Xperia sola ausstellen. Er ist Sony-typisch leicht zu bedienen und lässt einen nach Song, Interpret oder Album suchen. Ein Equalizer sowie die Sound-Technologie „xLOUD“ sind beim Sony Xperia sola an Bord. Auch genrespezifische Presets sind bei dem Mittelklasse-Smartphone zu finden.
Das Sony Xperia sola hat serienmäßig acht Gigabyte (GB) internen Speicher, so dass sich jede Menge Songs speichern lassen. Das für eine Mittelklasse-Smartphone ein guter Wert. Zudem lässt sich diese Kapazität per microSD-Karte um bis zu 32 GB erweitern.
Die internen Lautsprecher des Sony Xperia sola machen keinen so guten Job, die serienmäßigen Headsets dagegen einen ordentlichen. Der Sound wird in gleichmäßiger Breite dargestellt, aber die Serien-Kopfhörer des Sony Xperia sola klingen etwas blechern. Alternativ sollte man höherwertige Kopfhörer an den 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss des Design-Smartphones anschließen.
Fazit
Das Sony Xperia sola ist ein Mittelklasse-Smartphone, das für einen Internetpreis von rund 240 Euro eine überdurchschnittlich gute Ausstattung bietet. Android in der Version 2.3 („Gingerbread“) ist zwar nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber schon bald soll das Sony Xperia sola ein Update auf Android 4.0 alias „Ice Cream Sandwich“ erhalten.
Android 2.3 ermöglicht die einfache und intuitive Bedienung des Sony Xperia sola, zumal der Hersteller das Betriebssystem an seine typische Menüführung angepasst hat. Weitere Stärke von Android: Es stehen bereits über 600.000 Anwendungen auf der Plattform Google Play bereit, durch die das Sony Xperia sola erweitert werden kann.
Das Sony Xperia sola ist mit seinen 107 Gramm alles andere als ein Leichtgewicht, glänzt dafür aber durch solide Verarbeitung. Darüber hinaus verfügt das Android-Smartphone über ein 3,7-Zoll-Display mit hoher Auflösung und großer Leuchtkraft. Dadurch surft man mit dem Sony Xperia sola gern via HSDPA oder WLAN im Internet oder schaut sich darauf Bilder und Videos an.
Nutzt man das Sony Xperia sola als Navi, macht sich die Größe des Touchscreens ebenfalls positiv bemerkbar. Die kostenlose Erweiterung Google Maps Navigation reicht erweist sich als schnell und leicht zu bedienen, kann aber eine ausgefeilte Navigations-Software nicht ersetzen.
Eine Besonderheit ist, dass das Sony Xperia sola über die NFC-Technologie verfügt. Per drahtlosem Kontakt mit einem NFC-Tag kann man das Smartphone z.B. auf den Autofahrer-Modus oder den Schlafzimmer-Modus umstellen. Serienmäßig liefert Sony zwei sogenannte „Smart Tags“ mit, die nach Gusto auf bestimmte Nutzerprofile eingestellt werden können.
In puncto Musik macht das Sony Xperia sola nur eine durchschnittliche Figur. So ist ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss inklusive passendem Stereo-Headset Serie. Allerdings ist beim Sony Xperia sola ein Speicher mit acht GB Kapazität an Bord – ein guter Wert für ein Mittelklasse-Smartphone. Außerdem kann der interne Speicher des Sony Xperia sola per microSD-Karte erweitert werden.
Einen guten Eindruck hinterlässt die Kamera des Sony Xperia sola. Diese ist mit einer Reaktionszeit von 1,5 Sekunden aus dem Stand-by besonders schnell und schießt Fotos mit bis zu fünf Megapixeln Auflösung. Videos kann das Mittelklasse-Smartphone in HD-Qualität drehen, zeigt dabei aber leichte Unschärfen und Wackler.
Zudem verfügt das Sony Xperia sola über ein starkes LED-Blitzlicht, das beim Fotografieren im Dunkeln hilft. Auch kann man seine Aufnahmen, wenn man mag, mit dem Sony Xperia sola auf Facebook oder Twitter posten.
Nicht mehr als Klassenübliches bietet indes der Akku des Sony Xperia sola. Dieser schafft nicht mehr als drei Stunden Laufzeit im Gesprächsmodus und 360 Stunden im Stand-by. Hinzu kommt, dass „Otto Normalverbraucher“ das Sony Xperia sola gern zum Surfen im Internet brauchen dürfte, wodurch die Akkulaufzeiten sich in der Praxis noch einmal verkürzen dürften.